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Kaufbeuren

Das Lymphödem

Das Lymphgefäßsystem

Unser Lymphsystem, auch als die Müllabfuhr des Körpers bezeichnet, ist dem Herz-Kreislauf-System angeschlossen, bildet aber keinen geschlossen Kreislauf wie die Blutgefäße. Seine Aufgabe ist in erster Linie der Abtransport von Abfallstoffen wie Eiweißen, abgestorbenen Zellen und anderen Stoffen aus dem Zellzwischenraum (Interstitium), welche nicht in die Blutkapillaren aufgenommen werden.

Beginnend mit einem engmaschigen Netz im Bindegewebe vereinigt es sich zu immer stärker werdenden, entlang der Blutgefäße verlaufenden Lymphbahnen bis hin zum „Milchbrustgang” (Ductus Thoracicus), der wieder in die Schlüsselbeinvene mündet. Der Transport wird bewerkstelligt durch mit Klappen versehene Abschnitte (Lymphangione), deren glatte Muskulatur sich etwa 10 mal pro Minute zusammen zieht und wird durch die Muskeln des Bewegungsapparats (Muskelpumpe) und die Atmung (Zwerchfell) unterstützt.

Auf diesem Weg passiert die durchsichtige, leicht gelbliche Flüssigkeit die Lymphknoten, in welchen die Abfallstoffe abgesondert werden und die so eine wesentliche Stütze des Immunsystems bilden. Die über den ganzen Körper verteilten bohnengroßen Lymphknoten häufen sich am Hals, unter den Achseln, in der Leiste und den Kniekehlen.

 

Das Ödem

Ein Ödem ist nur ein Symptom einer Erkrankung. Die Filtration in das Bindegewebe kann krankheitsbedingt erhöht, die venöse Resorption herabgesetzt oder der Lymphabfluß vermindert sein. Die nicht abtransportierte Flüssigkeit lässt den Körperteil anschwellen (griech. „oidema“ = „Schwellung“).

 

Das Lymphödem

Ein Lymphödem entsteht dann, wenn der Lymphtransport auf Grund von genetischer Veranlagung, Krankheit, Verletzung oder Operation gestört ist. Meist ist das wahrscheinlich als Folge einer Lymphknotenentfernung oder einer Bestrahlung im Zuge einer Krebserkrankung der Fall. Zunehmend wird auch Adipositas als Auslöser genannt. Unabhängig von der Ursache muss das Ödem als eigenständige Erkrankung behandelt werden.

Es handelt sich hier um ein sehr eiweißreiches Ödem und die im Zellzwischenraum (Interstitium) verbleibenden Eiweiße bilden die für Lymphödeme typischen Bindegewebsverhärtungen (Fibrosen).

Man unterscheidet 4 Stadien:

0  –  keine Schwellung, trotz vorhandener Funktionsstörung aufgrund fehlender oder unzureichender Lymphknoten oder -bahnen (Latenzstadium).

1  –  Ödem von weicher Konsistenz, einfaches Hochlagern reduziert die Schwellung

2  –  kaum dellbares Ödem mit Gewebsveränderungen, Hochlagern ist ohne Wirkung

3  –  harte Schwellung mit Hautveränderungen, häufig bilden sich entstellende Hautlappen

Die beiden letzten Stadien lassen sich nicht wieder rückgängig machen. Mit frühzeitiger, richtig ausgeführter Therapie und einem angepassten Alltagsverhalten gelingt es allerdings gut, ein Lymphödem konstant zu halten, drohende Komplikationen zu vermeiden und ein (fast) normales Leben zu führen.

 

Das Lipödem

Das Lipödem (u. a. auch als Reiterhosensyndrom bekannt) ist eine atypische und symmetrische Häufung von Fettgewebe an Hüften und Oberschenkeln bzw. Oberarmen, im Verlauf auch an Unterschenkeln, Unterarmen und im Nacken – Hände und Füße bleiben unberührt. Es tritt fast ausschließlich bei Frauen auf. Vermutete Ursachen sind neben genetischer Veranlagung auch hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre).

Das krankhaft veränderte Fettgewebe neigt zur Wassereinlagerung, einer erhöhten Verletzlichkeit und Entzündungsbereitschaft. Dies schädigt die feinen Gefäße und führt zu Spannungsgefühlen und Druckschmerzen. Die vermehrten und vergrößerten Fettzellen können ein gesundes Lymphsystem schädigen und ein Lip-Lymphödem zur Folge haben.

Die Neigung zu blauen Flecken und die Berührungsempfindlichkeit kennzeichnen den Unterschied zur Lipohypertrophie (Fettgewebsvermehrung).

Man unterscheidet folgende Stadien:

1. „Orangenhaut“ – feinknotige Hautoberfläche

2. „Matratzenhaut“ – Hautoberfläche ist grobknotig mit größeren Dellen

3. große entstellende Hautlappen, ausgeprägte Fettwülste, die beim Gehen behindern

Ohne geeignete Therapie schreitet die Krankheit fort, bis die Auswirkungen nicht mehr rückgängig zu machen sind. Eine Diät bewirkt keine Reduzierung der erkrankten Fettzellen, jede Gewichtszunahme führt allerdings zu weiterer Vermehrung und Wachstum dieser Fettzellen.

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ÄiP und Assistenzärztin

2002-2011

Klinikum Kaufbeuren

Assistenzärztin und seit 2004 Fachärztin für Chirurgie

seit 2011

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Oberärztin

seit 2/2014 zertifizierte Phlebologien nach der DGP

seit 2011 Lympologin

   

 

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